Bundeslehrgang Hanbo-Jutsu und Kyusho-Jitsu

‚Hanbo-Jutsu‘ und ‚Kyusho-Jitsu‘ standen beim Bundeslehrgang am 17.03.2018 auf dem Programm, zu dem sich 53 Teilnehmer in der Sporthalle in Germering eingefunden hatten.

Ausgerichtet wurde der Lehrgang von der Abteilung Ju-Jutsu/Karate des SC Unterpfaffenhofen-Germering. JJVB-Ehrenpräsident Dieter Meyer (8. Dan) benötigte dann auch einen Spickzettel, um die Graduierungen des Referenten, Werner Aßfalg, bei der Begrüßung richtig aufzählen zu können: 5. Dan Jiu-Jitsu, 4. Dan Ju-Jutsu, 3.Dan Hanbo-Jutsu, 2. DanKyusho-Jitsu.

Der Hanbo, oder zumindest der Begriff, entstand seiner Bezeichnung nach aus der Hälfte eines Bo. Er gehört mit seiner Länge von 80 bis 100 cm zu den Schlag- und Stoßwaffen. Das Hanbo-Jutsu  erfreut sich aktuell steigender Beliebtheit. Nachdem der Hanbo-Beauftragte des JJVB, Alexander Ecker, nun auch als Erster die Prüfer-Lizenz in Bayern besitzt, werden wohl noch mehr Ju-Jutsuka die Ergänzung zum klassischen Ju-Jutsu betreiben.

Nach einem Aufwärmen mit gängigen Blocktechniken ging es auch schon an des Üben von Kombinationen: Abwehr von Atemi-, Würge- und Umklammerungsangriffen, gefolgt von Störtechniken und Würgern, Würfen und Hebeln mit dem Hanbo. Hier wurde sehr schnell deutlich, dass bekannte Ju-Jutsu-Techniken mit dem Hanbo ergänzt und verstärkt werden können. Alle Kombinationen ließen sich auch so im Rahmen der Stockanwendung (Abwehr mit dem Stock) umsetzen.

Nach der obligatorischen Pause bei Kaffee und Kuchen ging es dann zum zweiten Teil des Lehrgangs über – ‚Kyusho-Jitsu‘ stand auf dem Programm. Kyusho-Jitsu bezeichnet das Wissen um die Vitalpunkte des menschlichen Körpers und ihre Benutzung in den Kampfkünsten. Werner Aßfalg machte dann auch gleich zu Beginn deutlich, dass es sich hierbei um keine eigene Kampfkunst handelt, sondern das Kyusho-Jitsu zukünftig im Verband auf dem Ju-Jutsu/Jiu-Jitsu aufbauen soll, da es wesentlich darum geht, bereits erlernte Techniken durch das Nutzen von Vitalpunkten effektiver auszuführen. Nachdem die behandelten Vitalpunkte jeweils lokalisiert waren, wurde deren Nutzung in Kombinationen trainiert. Der ‚Dreifach Erwärmer 11‘ unterstützte den Armstreckhebel, der ‚Dreifach Erwärmer 17‘ bei der Befreiung aus dem Schwitzkasten. Der Genickdrehhebel wurde durch den ‚Mental-Nerv‘  unter dem Mundwinkel unterstützt und  ein Block auf den ‚Milz 6‘ oberhalb des Fußknöchels sorgte für eine nachhaltige Wirkung bevor der ‚Milz 11‘ auf der Oberschenkelinnenseite mit einem Kniestoß traktiert wurde. Auch wenn das Bearbeiten der Vitalpunkte mitunter etwas schmervoll war, hatten die Teilnehmer einen Riesenspaß beim Ausprobieren der Kombinationen und es gab das ein oder andere Aha-Erlebnis.

Am späten Nachmittag verabschiedete Dieter Meyer die Teilnehmer, nicht ohne sich zuvor beim Referenten mit einem kleinen Präsent zu bedanken. Vielen Dank für vier unterhaltsame und lehrreiche Stunden.

 

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